{"id":3761,"date":"2020-11-19T08:20:50","date_gmt":"2020-11-19T08:20:50","guid":{"rendered":"https:\/\/mindmuseum.at\/?p=3761"},"modified":"2020-12-10T13:17:26","modified_gmt":"2020-12-10T13:17:26","slug":"eine-neue-ara-unseres-planeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/2020\/11\/19\/eine-neue-ara-unseres-planeten\/","title":{"rendered":"Eine neue \u00c4ra unseres Planeten"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3761\" class=\"elementor elementor-3761\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9f39b39 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"9f39b39\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d957096\" data-id=\"d957096\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d160e7c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d160e7c\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<h1>\u201eGemeinsam schaffen wir das!\u201c<\/h1>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b5d089a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b5d089a\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p>Diesen Satz h\u00f6rten wir im Fr\u00fchjahr 2020 unz\u00e4hlige Male. Die Welt wurde vom Coronavirus in rasender Geschwindigkeit erobert. Eine Panik brach aus, Hamsterk\u00e4ufe wurden get\u00e4tigt, die Selbstisolation ausgerufen, ganze St\u00e4dte unter Quarant\u00e4ne gesetzt. Horrorszenen k\u00f6nnte man sagen.<\/p><p>Mein Name ist Sabrina Podesser und ich bin eine 16-j\u00e4hrige Sch\u00fclerin aus Klagenfurt. R\u00fcckblickend auf die Krise bin ich auf einige Erkenntnisse gesto\u00dfen, die ich gerne teilen m\u00f6chte. Ich erinnere mich noch gut an den Anfang der schwierigen Zeit. Wir alle sahen es locker und scherzten \u00fcber den Virus, da er ja \u201enur\u201c in China ausgebrochen war. Tausende Kilometer entfernt und somit nicht unsere Sorge geschweige denn unser Problem. Doch als der Virus in Italien angelangt war, ver\u00e4nderte sich etwas. Die Menschen wurden angespannt, panisch. Sie sp\u00fcrten die Anwesenheit von etwas Dunklem, das unaufhaltbar schien. Als dann die ersten Ausgangsbeschr\u00e4nkungen verh\u00e4ngt wurden, realisierten wir schnell, dass es doch schlimmer als eine einfache Grippe war. Tagt\u00e4glich h\u00f6rte man in den Medien von Todesopfern und Hunderten Neuinfizierten. Es war zum Verr\u00fccktwerden. \u00dcberall wo man hinblickte, las man von dem neuen, gef\u00e4hrlichen Virus, der Teile der Menschheit ausrottete.<\/p><p>Doch hatte all das nur schlechte Seiten? Ich w\u00fcrde diese Frage mit \u201enein\u201c beantworten, denn die Pandemie brachte auch gute Dinge mit sich. Wenn wir an die Zeit vor der tiefen Krise denken, wissen wir, dass alles zu schnell ging. Egal, ob es um Kommunikation oder Produktion ging, der Stress und die Hektik sa\u00df tief in den Poren des menschlichen K\u00f6rpers. Der Virus verlangsamte die Welt, wir konnten endlich wieder Luft holen. Globalisierung stand nicht mehr im Vordergrund, sondern \u00dcberleben. Vielleicht war es etwas, das die Menschheit, die Natur und unser Planet dringend gebraucht hatten. Eine Pause von all dem Gewicht, das \u00fcber uns schwebte und drohte, auf uns herab zu st\u00fcrzen und uns zu erdr\u00fccken. Pl\u00f6tzlich schienen unsere Probleme des Alltags klein und belanglos. Kontakte, Freundschaften und Beziehungen wurden nach langer Zeit wieder gepflegt und erlangten ihre Wichtigkeit zur\u00fcck. Streitigkeiten wurden gel\u00f6st und Zusammenhalt wurde zum neuen Lebenselixier. Ein gutes Beispiel sind die Italiener, die am Balkon standen und gemeinsam sangen, um sich Hoffnung zu geben. Auch die Natur erholte sich rasant. Die Luft wurde klarer und reiner, die Tiere kamen aus ihren Verstecken, die V\u00f6gel zwitscherten lauter als jemals zuvor, die Fl\u00fcsse wurden klarer, der Smog in Gro\u00dfst\u00e4dten verschwand, seit Jahren konnte man wieder einmal den Grund des Kanals in Venedig sehen. Der Planet konnte wieder atmen und sich von all dem erholen, was der Mensch ihm zugef\u00fcgt hatte.<\/p><p>Es stellt sich die Frage, wenn sogar ein Virus so etwas bewirken kann, warum nicht auch die Menschheit? Es zeigt nur, dass wir zu sehr auf etwas fixiert sind, mit dem es keine Zukunft geben wird. Was n\u00fctzt uns Geld und Macht, wenn wir nicht mehr leben k\u00f6nnen? R\u00fcckblickend sollten wir den Virus als eine zweite Chance sehen. Als eine Chance, Dinge in Ordnung zu bringen, unser Verhalten zu \u00fcberdenken, unsere Einstellung zu \u00e4ndern, langsamer zu werden, uns auf wichtige Dinge wie Zusammenhalt zu konzentrieren. Eine M\u00f6glichkeit auf einen Neuanfang. Eine neue \u00c4ra unseres Planeten konnte beginnen, in der die Natur und das Wohlergehen der Menschen im Mittelpunkt steht. Nicht die Macht, das Geld und die Globalisierung. Vielleicht war die Pandemie ein Weckruf, der dringend gebraucht wurde, bevor es zu sp\u00e4t war uns zu retten. Er sollte uns zeigen, dass es in erster Linie darum geht, niemanden im Stich zu lassen. Denn wir realisierten pl\u00f6tzlich, dass man gemeinsam st\u00e4rker ist und auf was es im Leben ankommt. Die Krise lie\u00df uns menschlich werden.<\/p><p>Dieser Text wurde im M\u00e4rz 2020 verfasst. Ich musste ihn f\u00fcr die Schule schreiben in Bezug auf einen Zeitungsartikel. Der Auftrag war es, einen R\u00fcckblick zu schreiben, obwohl wir uns noch mitten in der Krise befanden. Zu diesem Zeitpunkt stand die Pandemie in \u00d6sterreich am Anfang. Durch den Lockdown gingen die Zahlen nach unten und es schien, als w\u00fcrden wir die Krise in den Griff bekommen. Im Mai kam dann die erl\u00f6sende Nachricht unseres Bundeskanzlers: die Selbstisolation wurde aufgehoben, es wurde Pr\u00e4senzunterricht eingef\u00fchrt und die Maskenpflicht gelockert. Der Lockdown wurde beendet und wir bekamen ein St\u00fcck Normalit\u00e4t zur\u00fcck. Doch der H\u00f6henflug war bald zu Ende. Nach dem Sommer traten die n\u00e4chsten Einschr\u00e4nkungen in Kraft. Die Oberstufe war ein knappes Monat in der Schule und wurde Ende Oktober ins Distance-Learning geschickt. Der Bundeskanzler rief einen erneuten Lockdown aus: \u201eLockdown light\u201c hei\u00dft es dieses Mal. 2020 war und ist unglaublich kr\u00e4fteraubend. Es gab zahlreiche Verluste. Wenn es keine Angeh\u00f6rigen oder Bekannten waren, dann war es der Spa\u00df. Pers\u00f6nlich war das Jahr mehr als nur schwierig. Die Schule war stressig, soziale Kontakte waren kaum vorhanden und das Fortgehen fehlte. Das st\u00e4ndige Fragen, wie lang man denn noch zu Hause bleiben muss, wann man seine Freunde endlich wiedersehen darf und wann es endlich vorbei ist, ist eine starke psychische Belastung. Es ist alles nur noch ein R\u00e4tsel. Kommen die n\u00e4chsten Einschr\u00e4nkungen? Wann wird es besser?<\/p><p>Es gibt jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Ein Impfstoff wurde gefunden und ist gerade im Prozess zur Zulassung. Vielleicht ist es endlich so weit. Es starben unz\u00e4hlige Menschen. Freiheiten wurden geraubt und die Jugend verlor ihre \u201egoldene Zeit\u201c: Vielleicht ist es endlich soweit, dass wieder Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehrt. Vielleicht ist es endlich soweit, dass die Menschheit aufatmen darf. Doch so wie es vorher war, wird es nie wieder sein. Zu viel Schaden wurde angerichtet. Zu tief sind die Wunden des Verlusts und der psychischen Belastung. Vielleicht ist es endlich soweit, dass wir aufatmen k\u00f6nnen. Vielleicht ist es endlich soweit, dass wir ohne schlechtes Gewissen hinaus gehen, unsere Freunde umarmen und Spa\u00df am Leben haben. Vielleicht ist es endlich soweit, dass der Frust der Menschen und die Wut auf die Regierung und das Schicksal verschwinden.<\/p><p>Ich habe auch heute, im November, noch die Hoffnung, dass die Menschen durch diese Pandemie lernten, worauf es wirklich ankommt. Dass Umsatz und Wirtschaft nicht die Priorit\u00e4t sein sollte, sondern Menschenleben. Was das Klopapier kaufen angeht, da lernten die Menschen auch im zweiten Lockdown nichts. <br \/>Doch wer wei\u00df, vielleicht ist es bald soweit und wir k\u00f6nnen wieder husten, ohne uns schlecht zu f\u00fchlen. Und wer wei\u00df, vielleicht ist Covid-19 nur ein Vorgeschmack auf das was noch kommt. Doch mit Glauben an eine bessere Zukunft, Durchhalteverm\u00f6gen und vor allem Zusammenhalt werden wir auch dies \u00fcberwinden.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-3e6c0aaa elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"3e6c0aaa\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-4a89d144\" data-id=\"4a89d144\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-26ec3cb6 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"26ec3cb6\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/category\/bibliothek\/\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eGemeinsam schaffen wir das!\u201c Diesen Satz h\u00f6rten wir im Fr\u00fchjahr 2020 unz\u00e4hlige Male. 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