{"id":3534,"date":"2020-11-18T13:35:42","date_gmt":"2020-11-18T13:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/mindmuseum.at\/?p=3534"},"modified":"2020-12-10T13:25:39","modified_gmt":"2020-12-10T13:25:39","slug":"essen-auf-radern-von-oma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/2020\/11\/18\/essen-auf-radern-von-oma\/","title":{"rendered":"&#8222;Essen auf R\u00e4dern&#8220; von Oma"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3534\" class=\"elementor elementor-3534\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9f39b39 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"9f39b39\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d957096\" data-id=\"d957096\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4cde981 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"4cde981\" data-element_type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p>Alles begann irgendwann im M\u00e4rz. Wir bekamen von der Schule die Nachricht, dass wir am Montag nicht mehr in die Schule kommen sollten. Wir machten eine WhatsApp-Gruppe f\u00fcr die Schule, wo unser Klassenvorstand mit uns kommunizierte. Alle waren ein wenig mit der Situation \u00fcberfordert. Denn von jetzt an galt es \u201eDistance Learning\u201c zu machen. Die Schule war nun f\u00fcr den regul\u00e4ren Unterricht geschlossen.<\/p><p>Auch zuhause war pl\u00f6tzlich alles anders. Meine Mama arbeitet im Krankenhaus und war die erste Zeit fast nie da. Das war fremd f\u00fcr mich, da eigentlich Papa sonst der ist, der als letzter nach Hause kommt. Papa hatte auch von Montag an \u201eHomeoffice\u201c und hockte den ganzen Tag in unserem B\u00fcro. Er checkte mit uns, welche Aufgaben wir zu erledigen hatten und zu Mittag versorgte er uns mit einem guten Essen. Auch Oma kam vorbei und brachte uns \u201eEssen auf R\u00e4dern\u201c. Wir, Felix, mein Bruder, und ich haben die Situation ganz gelassen wahrgenommen. Mama kam am Abend sehr m\u00fcde nachhause und erz\u00e4hlte uns, welche Herausforderungen Covid f\u00fcr ein Krankenhaus darstellt und dass es f\u00fcr alle sehr fordernd ist.\u00a0 Jeden Abend spazierten meine Eltern \u00fcber das Feld Richtung Drau. Oft bin ich mitgegangen, das war ja auch das Einzige, was ich habe tun k\u00f6nnen. Die Nachrichten waren ja jeden Tag voll von Regeln und \u201eAbstandhalten\u201c, keinen Kontakt mit anderen Personen und Risikogruppen zu haben und noch vieles mehr. Ich wollte schon gar keine Nachrichten mehr h\u00f6ren oder lesen. Das wirkliche Highlight der Woche war der Einkauf mit Mama beim Interspar in der Rosentalerstra\u00dfe. Das erste Mal war es richtig unheimlich, auf den Stra\u00dfen war kaum Verkehr, man sah auch keine Leute. Der Parkplatz war fast leer. Wir stiegen aus, nahmen unsere Masken und Handschuhe und los ging es mit unserer Einkaufsliste. Wir waren schon gut eingespielt und erledigten alles schnell. Einkaufen machte so echt keinen Spa\u00df, aber wenigstens kam ich mal raus.<\/p><p>Die Schule bzw. der Online-Unterricht war anf\u00e4nglich etwas chaotisch und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Man musste erst draufkommen auf welchen Plattformen die Professoren und Professorinnen ihre Aufgaben ins Netz stellten. Aber bis zu Ostern hatten wir alles verstanden und es ging nun viel einfacher. Auch die Osterferien waren anders als sonst. Wir w\u00e4ren ja eigentlich nach Paris geflogen, aber alle Fl\u00fcge waren storniert und alle Grenzen in Europa, nicht nur in \u00d6sterreich, zu. Echt ungew\u00f6hnlich, wenn nicht sogar unheimlich. Alles war still und die Menschen hielten sich an all die Regeln. Nach den Ferien begann der Online-Unterricht und es war dadurch einiges besser, zumal ich in Mathematik gut mitgekommen bin. Auch die Aufgaben online zu machen, hat mir pers\u00f6nlich gut gefallen. Man kann sich dabei vieles selber gut einteilen.<\/p><p>Die Zahlen in \u00d6sterreich gingen nun endlich zur\u00fcck und nach Ostern wurden auch von der Regierung einige Erleichterungen in Aussicht gestellt. Wir haben uns ja an diese Situation ganz gut gew\u00f6hnt und waren mit Papa ein eingespieltes Team. Gottseidank leben wir am Land, sodass das Rausgehen, Trampolinspringen, Basketballspielen oder Wandern den Alltag etwas ertr\u00e4glicher gemacht hat. Nat\u00fcrlich habe ich eine Spielekonsole und ich gebe zu, wenn ich das nicht h\u00e4tte, w\u00e4re es echt furchtbar langweilig gewesen und nicht zum Aushalten. \u00dcber die \u201eParty\u201c habe ich einige neue Freunde im Chat kennengelernt und allen ist es mit der Schule und dem Zuhause-Bleiben gleich gegangen. Die gr\u00f6\u00dfte Freude hatte ich, als endlich mit Mai soziale Kontakte erlaubt waren. Endlich konnte mich mein bester Freund Nicolas besuchen kommen. Er durfte auch bei mir \u00fcbernachten. Wir haben uns beide dar\u00fcber sehr gefreut und wir hatten so einen Spa\u00df miteinander.<\/p><p>Ich war sehr froh, dass nun endlich wieder die Schule anfing und jetzt sch\u00f6n langsam alles wieder zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehrte. Mit Pfingsten wurde auch noch bekannt, dass endlich in den Schulen die Maskenpflicht f\u00e4llt.<\/p><p>Diese Zeit war sicherlich f\u00fcr uns alle nicht so einfach, aber ich denke, es war notwendig, damit wir alle gesund blieben und das Klima und die Erde durften aufatmen, da wir Menschen \u201estillstanden\u201c.<\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ad30bcb elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ad30bcb\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p><a href=\"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/category\/bibliothek\/\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles begann irgendwann im M\u00e4rz. Wir bekamen von der Schule die Nachricht, dass wir am Montag nicht mehr in die Schule kommen sollten. Wir machten eine WhatsApp-Gruppe f\u00fcr die Schule, wo unser Klassenvorstand mit uns kommunizierte. Alle waren ein wenig mit der Situation \u00fcberfordert. Denn von jetzt an galt es \u201eDistance Learning\u201c zu machen. Die Schule war nun f\u00fcr den regul\u00e4ren Unterricht geschlossen. Auch zuhause war pl\u00f6tzlich alles anders. Meine Mama arbeitet im Krankenhaus und war die erste Zeit fast nie da. Das war fremd f\u00fcr mich, da eigentlich Papa sonst der ist, der als letzter nach Hause kommt. Papa hatte auch von Montag an \u201eHomeoffice\u201c und hockte den ganzen Tag in unserem B\u00fcro. Er checkte mit uns, welche Aufgaben wir zu erledigen hatten und zu Mittag versorgte er uns mit einem guten Essen. Auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3811,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[45,63,62],"tags":[247,104,55,85,248,64,249,242],"class_list":["post-3534","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bibliothek","category-ingeborg-bachmann-gymnasium","category-schule","tag-abstand","tag-corona-virus","tag-covid-19","tag-distance-learning","tag-essen","tag-ingeborg-bachmann-gymnasium","tag-krankenhaus","tag-risikogruppe"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3534"}],"collection":[{"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3534"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5340,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3534\/revisions\/5340"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}