{"id":2986,"date":"2020-11-16T14:57:00","date_gmt":"2020-11-16T14:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/mindmuseum.at\/?p=2986"},"modified":"2020-11-20T10:15:00","modified_gmt":"2020-11-20T10:15:00","slug":"nur-ein-traum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/2020\/11\/16\/nur-ein-traum\/","title":{"rendered":"Nur ein Traum"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2986\" class=\"elementor elementor-2986\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9f39b39 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"9f39b39\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d957096\" data-id=\"d957096\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4cde981 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"4cde981\" data-element_type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p>Ich wache auf. Nicht weil die Strahlen der Sonne meine Nase kitzeln oder weil mich ein Buchfink bei Sonnenaufgang lieblich aus meinem Schlaf singt. Nein, ich lebe nicht in so einer Welt. In einer Welt, wo es Pflanzen gibt und sich Jahr f\u00fcr Jahr die Bl\u00e4tter \u00fcber meine Dachterrasse schlingen. \u00dcber die Veranda hinaus auf den Horizont und dem klar blauen Himmel entgegen. Eine Welt, die sch\u00f6ner sein k\u00f6nnte als das Paradies\u2026<\/p><p>Nein.<\/p><p>Ich wache auf, weil mein Wecker mich aus meinem Schlaf zerrt. Komisch, ich betrachte die Uhr, die jedes Mal aufleuchtet, wenn der Alarm meines Weckers angeht. 2.00 Uhr steht in schwarz auf dem Bildschirm, ich erkenne die Zahlen nur durch den leuchtenden Hintergrund. Es f\u00e4llt mir schwer, die Augen offen zu halten, da ich mich erst an die Helligkeit gew\u00f6hnen muss. Nachdem ich eine unendliche Zeit geschlafen hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich durch das viele Schlafen nicht noch m\u00fcder geworden bin oder ob das alles total \u00fcberbewertet wird. Doch bevor die W\u00f6rter in meinem Kopf immer lauter und mehr wurden, fielen meine schweren Augenlider abermals zu. Ich wusste nicht warum, aber ich hatte keine Kraft mehr \u2026 Ich musste Energie sparen, also zog ich meine Decke bis zu meinem Hals hoch, doch meine H\u00e4nde fielen wieder auf das kalte Bett zur\u00fcck, als w\u00fcrde sie eine Art Kraft hinunterdr\u00fccken \u2013 sodass ich keine Chance haben k\u00f6nnte, sie zu befreien und unter meine warme Decke zu holen.<br \/>Doch bevor ich \u00fcber Weiteres nachdenken konnten, h\u00f6rte ich eine T\u00fcr. Sie wurde durch leises Quietschen aufgemacht und sie fiel sehr langsam wieder zu, ich schloss meine Augen, ich wollte nicht sehen, wer hereinkam und um mich umzudrehen, war ich einfach zu schwach. Das Licht ging an und die Schritte kamen immer n\u00e4her \u2026<\/p><p>\u201eHallo\u201c, h\u00f6rte ich eine sanfte Stimme, doch anstatt einem richtigen Wort brachte ich nur ein Keuchen heraus. Ich sah zu dem Nachtk\u00e4stchen neben mir, das mehr ein zu hoher Tisch war als etwas, das an daheim erinnern sollte. Der Mann neben mir nahm das Glas und f\u00fchrte es an meinen Mund. Ich nahm nur einen einzigen Schluck. Ich h\u00e4tte locker das ganze Glas austrinken k\u00f6nnen, doch fehlte mir die Energie, also lie\u00df ich mich wieder zur\u00fcck in das harte Bett fallen und schloss meine Augen. Sie waren tief und fest geschlossen. Doch trotzdem hatte ich das Gef\u00fchl, dass sich alles drehen w\u00fcrde.<\/p><p>Erst jetzt sah ich die Ger\u00e4te, die um mich herumstanden. Ich h\u00f6rte ein Piepen, das immer schneller wurde und sah an einem der Bildschirme die Aufzeichnung meines Herzschlages. Ich sp\u00fcrte die unangenehmen Schl\u00e4uche, die eng an meinem Hals entlanggingen und merkte, dass ich wirklich nicht mehr zuhause war. Ich sp\u00fcrte andauernd ein unangenehmes Kratzen in meinem Hals, weswegen ich andauernd keuchte und hustete.<\/p><p>Der Mann neben mir war ein Arzt, der mir erz\u00e4hlte, warum ich in einem Krankenhaus war. Er erz\u00e4hlte mir, dass ich nach einem Sprung auf dem Eis umgefallen war. Sie hatten mich einliefern lassen und festgestellt, dass ich krank war. Ich konnte nicht alles verstehen, da ich wieder dabei war einzuschlafen. Ich h\u00f6rte Covid-19. Ich \u00fcberlegte, ob ich das schon einmal geh\u00f6rt hatte, doch konnte ich mich an nichts erinnern. In meinen Halbschlaf fiel mir ein, dass ich Eisl\u00e4uferin war, ich trainierte f\u00fcr die Meisterschaften. Da war ein Sprung und, und \u2026. Und dann \u2026. Ich \u00fcberlegte, doch da kam nichts. Ich probierte meine Beine auszustrecken, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob ich noch lebe, doch sp\u00fcrte ich nichts \u2026<\/p><p>Pl\u00f6tzlich w\u00fcrde ich wie aus dem Nichts aus meinem Traum gerissen. Schwei\u00dfgebadet wachte ich auf, die Sonnenstrahlen fielen durch die Fensterscheibe. Und drau\u00dfen sah ich Autos vorbeifahren. Also war alles nur ein Traum\u2026 Ich sah auf meine Uhr, die auf meinem linken Handgelenk war. 7:20 Uhr. \u201eIch gehe in die Schule, Mama\u201c<br \/>Ich war anscheinend einfach nur bei meinem Fr\u00fchst\u00fcck eingeschlafen. Ich lief schnell in mein Zimmer und holte meine Mundschutzmaske. Dann lief ich in die Schule und war froh, dass alles nur ein b\u00f6ser Traum war\u2026<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-8ed9172 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"8ed9172\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2f8d76b\" data-id=\"2f8d76b\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d30e3ce elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"d30e3ce\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-77720f1 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"77720f1\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-de0662f\" data-id=\"de0662f\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ebe7568 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ebe7568\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/mindmuseum.at\/index.php\/category\/bibliothek\/\">Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wache auf. 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